Burnout-
Prophylaxe

Burnout Prophylaxe

Kurzbeschreibung

Burnout und psychische Gesundheit sind zum Dauerthema geworden. Viele fragen sich, ob sie gefährdet oder bereits betroffen sind.

Das Seminar klärt über die Entstehung und den Verlauf einer typischen Burnout-Erkrankung auf. Es werden persönlichkeitsorientierte sowie gruppenorientierte Strategien und Lösungswege gegen Burnout und andere Stresserkrankungen gefunden. Dadurch entwickeln sich Gesundheit und Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter (zum Teil drastisch) positiv – und die Krankheitskosten sinken.

Ziele und Inhalte

  • Detaillierte Informationen zum Thema Burnout
  • Kleiner Burnout-Selbsttest
  • Persönliche Vulnerabilität erkennen
  • Stressresilienz steigern
  • Salutogenese-Konzept kennenlernen
  • Persönliche Copingstrategien gegen Burnout entwickeln
  • Übergreifende Konzepte gegen Burnout entwerfen und umsetzen

Zielgruppe

  • gesamtes Management
  • alle untergeordneten Mitarbeitergruppen

FAQ

Ist Burnout überhaupt eine echte Krankheit?
Ja und Nein. Im Grunde ist eine Burnout-Erkrankung im Kern immer eine Depression. Ein Zustand der Kraft-, Mut-, und Antriebslosigkeit, der seine Ursachen meist im beruflichen manchmal aber auch im privaten oder familiären Bereich hat. Das typische am Burnout – und daher rührt auch der Name – ist das subjektiv empfundene Ungleichgewicht von Engagement bis hin zur Selbstaufgabe, ohne dafür die erwartete Anerkennung und Wertschätzung zu bekommen. Die Betroffenen selbst fühlen sich krank und haben häufig jede Hoffnung verloren. Als Außenstehender beobachte ich eine zunehmende Gleichgültigkeit, Plan- oder Hilflosigkeit sowie das Vermeiden von sozialen Kontakten.

Eine eigenständige Diagnose oder Krankheit ist Burnout allerdings nicht. Klinisch wird in der Regel meist eine Depression diagnostiziert. Burnout ist lediglich eine sogenannte Zusatzdiagnose, die den Zustand des Patienten und die Dynamik des Krankheitsgeschehens näher beschreibt.

Stellt Burnout für den Betroffenen wirklich eine Gefahr dar?
Viele Burnout-Erkrankungen enden wie Depressionen tödlich, durch Suizid. Wer also über den Krankheitsverlauf und die Symptome bescheid weiß, ist im Vorteil! Er kann bei sich selbst und anderen rechtzeitig eingreifen und gegensteuern. Dieses Wissen zu vermitteln und über die Erkrankung aufzuklären, ist ein zentraler Baustein unseres Seminars.
Ist ein Burnout nicht nur der Vorbote einer größeren seelischen Problematik?
Es ist eher umgekehrt. Eine Burnout-Erkrankung ist der schlimmste anzunehmende Unfall. Der Patient ist häufig nicht einmal mehr in der Lage das Bett zu verlassen und es kann zu mehrjährigen Klinikaufenthalten kommen. Das Leben nach einer solch schweren Phase ist völlig anders als zuvor.

Allerdings gibt es im Vorfeld immer eine Reihe von Vorboten und Warnsignalen: Schlafstörungen, Mut- und Hoffnungslosigkeit, Rückzug, erhöhter Alkohol- und Medikamentenkonsum und eine Reihe anderer Phänomene. Wer diese Symptome erkennt und richtig reagiert, kann das völlige Ausbrennen verhindern. Hierin liegt eines der Ziele unseres Seminars.

Ist Burnout nicht eher ein vorübergehender Trend als ein echtes Problem?
Die Problematik ist sehr ernst zu nehmen, alleine wenn ich mir die Kostenseite anschaue. Psychische Probleme von Mitarbeitern wie Burnout oder verminderte Leistungsbereitschaft führen zu Fehlzeiten und massiven Produktionsausfällen. Dadurch büßen manche Betriebe 30% bis 50% ihrer Effizienz ein. Teuer zu stehen kommen auch Fehlzeitenquoten im zweistelligen Bereich!
Wie kommen Produktionsausfälle durch Burnout zustande?
Die Forschung unterscheidet grundsätzlich zwischen zwei Phänomenen: Präsentismus und Absentismus, also körperliche Anwesenheit bei drastisch reduzierter Leistungsfähigkeit oder krankheitsbedingte Abwesenheit. Die Krankheitsgründe liegen dabei immer öfter im psychischen oder psychosomatischen Bereich. Das Phänomen wird auch als Burnout der Organisation beschrieben. Das Interesse an guten Ergebnissen kann so gering sein, dass nicht mehr effektiv gearbeitet wird. Fehler häufen sich, die Qualität lässt nach – das einzige was steigt ist die Unzufriedenheit bei Kunden und Mitarbeitern – das Unternehmen wird zum Patienten.
Wie kann ich als Unternehmer gegensteuern?
Wenn Gewinne bis zur Unwirtschaftlichkeit wegbrechen, werden die zugrunde liegenden Problemen anfangs gerne verkannt oder geleugnet. Besser ist beraten, wer frühzeitig und beherzt gegensteuert, Motivation und Gesundheit aktiv fördert, statt die schlechte Arbeitsmoral der Belegschaft anzuprangern, das verschärft den Konflikte eher.

Häufig steht in solchen Unternehmen ein tiefgreifender Kulturwandel an – die Entwicklung eines neuen, zeitgemäßen und kooperativen Verständnisses. Erst wenn diese Aufgabe erledigt ist, entwickeln sich Gesundheit und Motivation der Mitarbeiter auf der einen und Gewinne und Zufriedenheit der Geschäftsführung auf der anderen Seite wieder in die richtige Richtung.

Was ist das Ziel Ihres Coaching-Angebotes?
Im Grunde geht es mir genau um dieses umfassende Verständnis von Gesundheit beider Seiten. Die Mitarbeiter sollen gesund und leistungsfähig sein, denn das ist die zentrale Voraussetzung um engagiert die vielfältigen Aufgaben bewältigen zu können. Dadurch wird gleichzeitig das Unternehmen saniert und kann sich langfristig am Markt behaupten – Mitarbeitern Sicherheit und Perspektive bieten.

Gesundheit in diesem Sinne dient also beiden Seiten. Leider ist die Ausgangslage häufig weit von diesem Ideal entfernt und wir treffen auf eine Situation, die von Resignation und Mutlosigkeit geprägt ist. Gerade dieses Fehlen einer Perspektive ist ja das typische und tückische am Burnout.

Können solche persönlichen Themen in Gruppen denn gut bearbeitet werden?
Auf jeden Fall. In meinen Gruppen entsteht rasch eine offene und von Vertrauen geprägte Atmosphäre. Das macht es dem Einzelnen leicht über Vieles zu reden, was normalerweise nicht besprochen wird. Durch diesen Prozess entwickeln sich schrittweise Vertrauen und Verständnis in der Mannschaft. Durch den gegenseitigen Austausch allein verbessert sich schon das Gruppen- und Betriebsklima: Zusammenhalt und Leistungsfähigkeit beginnen zu wachsen!
Wie ist das Seminar aufgebaut?
Normalerweise arbeiten wir zunächst mit einer Gruppe von acht bis zwölf Mitarbeitern zwei Tage intensiv zusammen. Danach gibt es – in einem gewissen zeitlichen Abstand – eintägige Folgeseminare. Während der ersten beiden Tage erhalten die Teilnehmer eine Fülle von Informationen zu den Themen Burnout und psychische Gesundheit. Jeder Teilnehmer identifiziert für sich persönliche Baustellen und Handlungsfelder. Danach werden diese Themen konsequent weiterverfolgt. Das dient der Nachhaltigkeit und verbessert die Widerstandsfähigkeit der Mannschaft gegen Stress und Burnout ganz erheblich.

Manchmal binden wir das Seminar auch mit verwandten Themen in ein Personalentwicklungsprogramm ein oder es ist Teil des betrieblichen Gesundheitsmanagements. Durch den offenen Austausch während der Seminartage gewinnen wir auch wertvolle Hinweise auf Störfelder und Ärgernisse in den Betrieben. Solchen Ärger abzustellen kann nochmal ganz wesentlich dazu beitragen, das Betriebsklima zu verbessern und damit psychische Belastungsfaktoren zu reduzieren.

Was passiert an den einzelnen Tagen genau?
Der erste Tag dient dem Einstieg. Die Gruppe muss sich formieren, die Teilnehmer Vertrauen zueinander aufbauen, natürlich auch zu mir. Häufig ist es das erste Mal, dass im betrieblichen Kontext über persönliche Themen gesprochen wird und für viele ist es überhaupt der erste psychologische Workshop. Dazu kommt, dass ich selbst oft als mit der Geschäftsleitung assoziiert wahrgenommen werde oder sogar als „Spion“. Das macht die Sache nicht leichter. Dieses Eis gilt es zu brechen um eine tragfähige Basis herzustellen. Deshalb gibt es zunächst einmal viele Informationen zur Burnout-Thematik und jeder hat die Möglichkeit, einen Burnout-Test zu machen, um das Ausmaß der individuellen Gefährdung einschätzen zu können. Dabei fließen dann sukzessive persönliche Erfahrungen der Teilnehmer ein.

Am zweiten Tag geht an die Kernthemen und es werden individuelle Prophylaxe-Modelle erarbeitet. Am Ende weiß jeder, wo er steht. Er weiß was Burnout ist, er kennt die Symptome und weiß, was im Fall der Fälle zu tun ist – für sich selbst und für andere. Dieses Wissen macht stark und verbindet und kann ein beginnendes Burnout in vielen Fällen verhindern.

Wie können Mitarbeiter bei Burnout gegensteuern, wenn der Arbeitsplatz dafür verantwortlich ist?
Auslöser einer Burnout-Erkrankung ist zwar häufig die hohe Belastung am Arbeitsplatz, aber dennoch bekommt ja nicht jeder der viel Arbeit hat unmittelbar ein Burnout. Das ist ganz ähnlich wie bei einer Grippewelle, da wird auch nicht jeder krank. Und indem man die Abwehrkräfte stärkt, kann man sich prima auch vor Burnout schützen. Dazu gibt es eine Reihe von Möglichkeiten, angefangen beim effektiven Umgang mit gestellten Aufgaben, über den positiven Umgang mit Stress, aber auch ein erfülltes Privatleben, Sport und soziale Aktivitäten lassen uns widerstandsfähiger werden. All diese Möglichkeiten zeigen wir im Seminar auf, entwickeln individuelle Vorbeugemaßnahmen und immunisieren so die Mitarbeiter weitestgehend gegen die Burnout-Gefahr.
Wie soll ich als Unternehmer mit der Thematik umgehen, wenn ich jetzt schon viel für meine Leute tue?
Wer viel für seine Mannschaft tut, ist immer gut beraten. Er wird Leute haben, die mit ihm durch dick und dünn gehen, die Freude an der Arbeit haben und sich gerne engagieren. Ein solches Unternehmen ist gesund und bleibt auch in Krisen leistungsfähig. Dennoch empfiehlt es sich auch hier die Burnout Problematik in den Fokus zu nehmen. Es geht schließlich um den Bereich der psychischen Gesundheit. Wer bei dem Themen als Arbeitgeber den Anschluss verpasst, wird sich über kurz oder lang mit erheblichen Widerständen konfrontiert sehen – bei der Produktivität wie auch bei der Rekrutierung.

Die Haltung eines Unternehmens in Fragen der Gesundheit spricht sich rum und prägt ein Bild nach innen und nach außen. Employer Branding ist ein Thema, das beim wachsenden Fachkräftemangel zunehmend Bedeutung erlangen wird. Tue Gutes und rede darüber lautet die Devise. Wer eine Krankenquote unter 5% und bislang keine Burnout-Fälle in seinem Betrieb zu verzeichnen hat, ist auf einem guten Weg!

Wie sieht denn nun die Kostenseite aus?
Je nach Größe des Unternehmens und Anzahl der Mitarbeiter entstehen direkte und indirekte Kosten im mittleren fünfstelligen Bereich. Diese Kosten amortisieren sich rasch durch die positiven Effekte des Seminars: weniger Krankheitstage, höhere Leistungsbereitschaft und Produktivität.

Zum Teil sind die Kosten auch über die im Betrieb engagierten Krankenkassen refinanzierbar. Gesundheit ist unser höchstes Gut. Damit diese Überzeugung mit Leben gefüllt wird, braucht es Engagement und Investitionen. Investitionen, die sich für Mitarbeiter und Unternehmen in jedem Fall auszahlen.

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